Grundschüler klopfen bei Lichtwer an

In Wurzen nannten es die Veranstalter Schnuppertag. „Den initiieren wir seit einigen Jahren schon, um den Schülern unsere Schule vorzustellen und ihnen vielleicht auch die Angst vor dem großen Gebäude zu nehmen“, sagte Claudia Gaspar. Dabei habe sie die Erfahrung gemacht, „dass die Kinder mit extrem unterschiedlichen Erwartungen kommen. Manche sind nur mit, weil Freund, Freundin oder Kumpel dabei ist und andere werden von ihren Eltern geschickt. Aber das Gros kommt, weil sie sich wirklich für das Lernen an einem Gymnasium interessieren.“ Ob es dann auch so sein wird, ist von einer Bildungsempfehlung abhängig, die von den Grundschulen ausgesprochen wird. „Wer diese Referenz nicht hat, kann sich dennoch Hoffnung aufs Gymnasium machen. Allerdings müssen jene am 9. März eine Aufnahmeprüfung absolvieren und im Beratungsgespräch mit den Eltern wird eine Entscheidung dafür oder dagegen getroffen“, erklärte Claudia Gaspar das Prozedere.

Bei einem Stationsbetrieb in einzelnen Fächern wurden die potenziellen Gymnasiasten warm. „Auf den ersten Blick gefällt mir die Schule sehr gut“, gestand Johanna Jung aus Mühlbach bei Burkartshain. „Fachlich bin ich an Geschichte, Biologie, Chemie und Mathematik interessiert“, fügte sie hinzu. „Ich will ja unbedingt an diese Schule gehen“, machte indes Oskar Müller aus Dornreichenbach keinen Hehl aus seinem Wunsch. „Und ich möchte hier mein Abitur machen, um zu studieren – was, weiß ich noch nicht.“ Das wird sicher von seinen schulischen Stärken abhängig sein, die er seiner Meinung nach in Mathematik und im Sport hat. Neben Fußball auch im Motocross, wo er beim MX-Sachsen Endurorennen in der Klasse 50 Kubik Vize geworden sei, wie er stolz berichtete.