Chronik

Gymnasiale Bildung in Wurzen

1871 
 

Antrag des Stadtverordneten Otto Hösemann und seiner "75 Genossen" zur Gründung einer "Realschule 2.Ordnung" in Wurzen  

1873

Eröffnung der "Realschule 2.Ordnung" auf dem Domplatz zu Wurzen (im ehemaligen Stiftsgebäude) 1. Rektor : Heinrich Theodor Friedrich Pötzschke (Theologe)
1879legten die ersten 7 Schüler die Reifeprüfung in Wurzen ab
1880

auf Beschluß der Wurzener Stadtverordnetenversammlung wird die im Bau befindlicheSchule in "Obhut des Staates", mit der Maßgabe der Umwandlung in ein humanistisches Gymnasium übergeben.
1881
Einzug in das neue Gebäude in der Langen Straße (heute: Straße des Friedens) und Einrichtung der ersten Gymnasialklassen.
1883

 
Übergabe der Schule an den sächsischen Staat; der Schwerpunkt der Ausbildung lag auf den "humanistischen Fächern: Latein, Griechisch und Hebräisch"; ab 1907 auch Ausbildung in mathematisch- naturwissenschaftlichen Fächern
1920 erstmals besuchen 3 Mädchen das Wurzener Gymnasium
1921


Umbenennung des humanistischen Gymnasiums in ein "Reformgymnasium Dresdener Ordnung", Veränderung der Schwerpunktsetzung in denBildungsinhalten, Bedeutung der
naturwissenschaftlich - mathematischen Fächer nimmt zu.
1922
bis
1924 

Einführung der Sprachfächer Französisch und Englisch 

1933
Umbenennung in "Staatliche Oberschule für Jungen"
(rund ein Viertel der Schüler waren Mädchen) 
1938

Die Abiturausbildung wird nach 12jähriger Schulausbildung abgeschlossen und dienationalsozialistische Orientierung und Ausrichtung der Lehrerschaft wird deutlich spürbar 
1944

 
(Herbst / Winter) Umfunktionierung des Gymnasiums in ein Reservelazarett, die obersten Klassen erhalten ihr Reifezeugnis ohne Prüfung (Lehrermangel durch Reserve- und Kriegsdienst)  
1945


 
(Frühjahr) Einstellung des Unterrichts Nach Kriegsende wird das Schulgebäude Kommandantur der Roten Armee. Oktober: Aufnahme des Schulbetriebs auf Befehl der SMAD, Durchführung einer antifaschistisch-demokratischen Schulreform 
1946
 
Die ersten "Nachkriegsabiturienten" verlassen die Schule, Klassen der Handelsschule und der "staatlichen Oberschule" werden zusammengelegt  
1949


 
Einzug der neuen Oberschule (als Goethe-Oberschule) in das Gebäude in der Seetzenstraße (heute Eduard-Schulze-Straße) Ausbildung erfolgte zweizügig, unterteilt in einen sprachlichen und einen mathematisch - naturwissenschaftlichen Zweig
1959

 
nur noch mathematisch-naturwissenschaftlicher Zweig; die Schule wird zur "Erweiterten Oberschule", seit den 80er Jahren umfaßt die "Erweiterte Oberschule" in der DDR nur noch die Ausbildung der 11. und 12. Klassen  
1989 Politisch-gesellschaftliche Wende in der DDR  
1991


 
Umstrukturierung der Schule im wiedererstandenen Freistaat Sachsen , aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen erfolgt der Umzug auf den Domplatz in das Gebäude der ehemalige "Diesterweg-Oberschule Wurzen" (ehemals Bürgerschule)  
1992wird die "Erweiterte Oberschule" als Gymnasium geführt  
!993
die Schulkonferenz entschied sich für den Namen: Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium Wurzen  
1996
 
das Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium erhält einen hochmodernen Schulneubau in der Lüptitzer Straße  
(aus: Ebert, Wolfgang: Die Geschichte der gymnasialen Bildung, In: Festschrift anläßlich der Einweihung des neuen Schulgebäudes, Wurzen 1996)